Beschäftigungsverhältnisse

Kinderbetreuungseinrichtungen

Angestellte in Kinderbetreuungseinrichtungen werden nach dem Vorarlberger Gemeindeangestelltengesetz, dem
Kollektivvertrag für Private Sozial- und Gesundheitsorganisationen in Vorarlberg oder zumindest nach dem MILOTA, dem Mindestlohntarif für Angestellte in privaten Kinderbetreuungseinrichtungen entlohnt. Entscheidend dafür ist der Träger der Einrichtung. Handelt es sich um eine Gemeinde, gilt das Gemeindeangestelltengesetz mit all seinen Bestimmungen. Private Träger entlohnen nur nach diesem Gesetz. Ist der Träger eine Private Sozial- und Gesundheitsorganisation, werden die Betreuer*innen nach deren Kollektivvertrag bezahlt.

Spielgruppen

Angestellte in Spielgruppen müssen zumindest nach dem MILOTA (Mindestlohntarif) des
Bundeseinigungsamtes entlohnt werden, da es für Angestellte in privaten Kinderbetreuungseinrichtungen noch keinen verbindlichen Kollektivvertrag gibt. Vereinbarungen unterhalb des Mindestlohntarifs sind rechtswidrig.

Für Betreuer*innen gelten die Regelungen des Angestelltengesetzes mit den folgenden Auswirkungen:

  • Anspruch auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld in Höhe von je 1 Monatsgehalt (aliquot)
  • Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall, die vom Dienstgeber bezahlt werden müssen (6 Wochen voll, 4 Wochen halb in den ersten 5 Dienstjahren)
  • Dauert die Krankheit länger als 10 Wochen, wird von der Sozialversicherung nur im Falle der Vollversicherung (nicht bei geringfügig Beschäftigten) ein Krankengeld bis zur Dauer eines Jahres ausbezahlt
  • Bezahlte Dienstfreistellung bei wichtigen persönlichen Hinderungsgründen
  • Anspruch auf Pflegefreistellung
  • Urlaubsanspruch: der Zeitpunkt des Urlaubs muss in Abstimmung mit dem Arbeitgeber unter Berücksichtigung der betrieblichen Erfordernisse und den Erholungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer*innen gewählt werden.
  • Dauert das Arbeitsverhältnis kein volles Urlaubsjahr, steht der Urlaub nur anteilig zu.