Workshop 1

Einfluss der Bindungserfahrungen auf die Entwicklung des kindlichen Gehirns – wie wirkt sich das auf Übergangsprozesse aus?

Neben der Jause und der Trinkflasche bringen Kinder auch viele psychosoziale Erfahrungen in ihrem Rucksack mit. Wie wurde bisher auf das Weinen des Kindes reagiert? Hat das Kind Erfahrungen mit dem Alleinsein? Wie darf es seine Emotionen ausdrücken?

Alle diese Erfahrungen beeinflussen die Gehirnentwicklung des Kindes und damit sein Verhalten, wie es mit neuen Situationen umgeht.

Dieser praxisbezogene Workshop ermöglicht einen Austausch, wie auf herausfordernde Situationen reagiert werden kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten es gibt.

Der von Netzwerk Familie entwickelte Orientierungsrahmen zum Thema „Bindungsentwicklung und Übergänge“ wird kurz vorgestellt und gibt Ihnen ergänzende Informationen aus der Sicht des Kindes.

 

Stefanie Pereira-Marte, BA MA: Sozialarbeiterin, SAFE®-Mentorin, Projektmitarbeiterin bei TrauMaTRIX, Referentin, Netzwerk Familie – Fachbereich Sensibilisierung Frühe Hilfen

Sandra Gohm: Sozialpädagogin, SAFE®-Mentorin, Entwicklungspsychologische Beraterin für Familien mit Säuglingen und Kleinkinder von 0 – 3 Jahren, Entwicklungspsychologische Beraterin und Therapeutin für Kinder von 4 – 10 Jahren.

Mag.a Natalie Gmeiner: Klinische und Gesundheitspsychologin mit Schwerpunkt auf bindungsorientierte Beratung, SAFE®-Mentorin, Entwicklungspsychologische Beraterin für Familien mit Säuglingen und Kleinkinder von 0 – 3 Jahren.

Sandra Gohm und Mag.a Natalie Gmeiner haben gemeinsam das Netzwerk Familie Projekt Baby ABC entwickelt.

 

 

Workshop 2

Kinder stark fürs Leben machen

Lebenskompetenzprogramme sind laut WHO derzeit die wichtigsten Maßnahmen, um Sucht, Gewalt und psychische Erkrankungen vorzubeugen. Auch in herausfordernden Lebenssituationen, wie z.B. Übergangsphasen, können ausreichende Lebenskompetenzen Halt und Sicherheit bieten. Was sind Lebenskompetenzen und wie können diese „Life Skills“ bei Kindern im Alter von 3-6 Jahren gefördert werden? Antworten auf diese und ähnliche Fragen, erhalten Sie in diesem Workshop.

Marlene Hronek: Mitarbeiterin SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention, Kindergartenpädagogin, Theaterpädagogin sowie Existentielle Pädagogik i.A. bei Christoph Kolbe.

Fabienne Lunardi: Mitarbeiterin SUPRO – Gesundheitsförderung und Prävention, Kindergartenpädagogin, Sonderkindergartenpädagogin sowie Existentielle Pädagogik i.A. bei Christoph Kolbe

 

 

 

Workshop 3

Das A und O gelingender Übergänge – die Rolle der Spielgruppen und Kleinkindbetreuungen

Transitionen beinhalten hohe Entwicklungsanreize und fordern von den Kindern die Entwicklung von vielen Kompetenzen, können aber auch belasten und überfordern.

Das Kind steht im Zentrum dieses Prozesses. Gleichzeitig sind Eltern Akteure und Mitgestalter des Übergangs.

Kleinkindbetreuungen und Spielgruppen können durch gezielte Elternarbeit und Kontakte mit dem Kindergarten dazu beitragen, dass Kinder und ihre Familien, den Übergang von einer Einrichtung in eine andere positiv erleben und Kinder die Angebote im Kindergarten von Anfang an gut nutzen können.

Im Workshop werden Kriterien für das Gelingen definiert und erfolgreiche Settings aus der Schweiz und Vorarlberg diskutiert.

Maya Mulle: selbständige Organisationsberaterin, Fachfrau für Elternarbeit (im interkulturellen Umfeld) und Förderung in der Frühen Kindheit.

 

 

Workshop 4

Türöffner für Übergänge von einer Institution in die nächste

Der Übergang des Kindes von der Familie bzw. von der Kindertagesstätte in den Kindergarten bedeutet für alle Beteiligten einen Einschnitt und bringt neue Herausforderungen in den Ablauf des Alltags.
Portfolios und Lerngeschichten können „Türöffner“ darstellen. Das Kind kann sich regelrecht an diesen Medien festklammern: es hält – symbolisch gesehen – ein Übergangsobjekt in der Hand.

Eine gute Kooperation zwischen den pädagogischen Fachkräften, Eltern und Kindern ist Voraussetzung für ein gutes Gelingen.

 

Eliza Spirig, Lic.phil.: pädagogische Psychologin, Weiterbildung, Beratung & Projekte im Frühbereich am Marie-Meierhofer-Institut für das Kind in Zürich.

Workshop 5

Mikrotransitionen innerhalb von Institutionen

Kinder und pädagogische Fachkräfte verbringen meist über die Hälfte des Tages in der Einrichtung in Übergangssituationen. Sei es vom Spielen zum Essen, von drinnen nach draußen oder auch vom Schlafraum in das Gruppenzimmer. Mikrotransitionen können gerade bei kleinen Kindern heftige Gefühle von Verunsicherung auslösen, welche mit einem Verlust von emotionaler Regulation einhergehen. Im Workshop wird anhand von konkreten Praxisbeispielen aufgezeigt, wie pädagogische Fachkräfte den Tagesablauf achtsamer und stressfreier gestalten können.

Carina Schlegel, M.A.: Erziehungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Frühe Kindheit, Weiterbildung & Projekte im Frühbereich am Marie-Meierhofer-Institut für das Kind in Zürich.

 

Workshop 6

Angekommen? – Transition (Eingewöhnung) in den Kindergarten.

Grundlagen und Umsetzung

Ziel des Workshops ist es, der Berufsgruppe Mut zur Umsetzung einer Eingewöhnungszeit im Kindergarten zu machen. Was in der Kleinkind-/Spiel- und Krabbelgruppe schon Alltag ist, soll im Kindergarten nun endlich auch seinen Stellenwert erhalten. Durch Grundlagenvermittlung soll ein Bewusstsein für den Wert der Transitionsbegleitung geschaffen werden. Dabei spielen der gesetzliche Bildungsauftrag sowie die Herausforderungen im Alltag für die Umsetzung eine wesentliche Rolle.

Christina Gächter, BA: Leiterin des Ganztagskindergartens in Feldkirch-Tisis, Studium der Erziehungswissenschaft, über 20 Jahre Praxiserfahrung mit Transitionsbegleitung im Kindergarten.

Workshop 7

Jeder Tag ist ein Schwellenübergang – Helfende Rituale aus der Waldorfpädagogik für die Arbeit mit Kindern
Die Waldorfpädagogik basiert auf einem spirituellen Menschenbild, das manches gewohnte Denken in Frage stellt.
In der Begegnung mit dem Kind ergeben sich als leitende Fragen: Wo kommst Du her? Wer bist Du? Wo gehst Du hin?
Für die Arbeit ergibt sich dadurch ein kreativ-künstlerischer Ansatz, der Formen und Rituale hat, die in der Begegnung mit den Kindern immer neu lebendig gemacht werden müssen.

Wie kann ich an meiner eigenen Haltung arbeiten, damit ich die mir anvertrauten Kinder gut begleiten kann?

Tatjana Kerl: seit 2003 Waldorfkindergärtnerin in Bregenz sowie gärtnerische und kulturelle Tätigkeiten.

Margit Meusburger: Waldorfkindergärtnerin, Spielgruppenleiterin und Mitbegründerin des Waldorfkindergartens Bregenz (vor 30 Jahren).

Workshop 8

Übergänge rituell begleitet – bestärken fürs Leben

Wir laden die Teilnehmenden ein, das Bewusstsein für Übergänge neu zu entdecken. Dabei kann das Wissen um die Kraft des Wandels die Gestaltung wohltuender Beziehungen unterstützen. Miteinander wollen wir, an Hand von Momenten aus dem Berufsalltag, der Frage nachgehen „was braucht es im Jetzt“. Veränderungen wollen wahrgenommen werden. Mit rituellen Handlungen werden Übergänge sichtbar und können bewusst vollzogen werden. Das Urvertrauen von Kindern kann so bestärkt werden.

Anita Bonetti: Sozialpädagogin, Ritualgestalterin sowie Lebens- und Sozialberaterin.

Iris Willinger-Erhart: Kindergartenpädagogin, Montessori Dozentin Kinderhaus und Eltern-Kind-Gruppen Leiterin.

 

Workshop 9

Wie wir trauernde Kinder gut begleiten können

Lebensbedrohliche Erkrankungen oder der Tod eines nahen Menschen verändern das Leben nachhaltig, lösen Krisen aus und machen traurig. Wie zeigen Kinder ihre Trauer und wie können wir sie in der Gruppe gut begleiten? Welche Räume braucht es, damit Gefühle eine heilsame Richtung finden können? Sie werden in diesem Workshop wichtiges Grundwissen erhalten und vielleicht so manches entdecken, das nicht nur kleine Menschen tröstet und trägt.

Beatrix Berthold: Heim- und Hortpädagogin, zertifizierte Focusing-Therapeutin (DAF Würzburg), Hospizkoordinatorin – Hospiz für Kinder, Vorarlberg.

Workshop 10

Kinder von 3 bis 6 Jahren mit Ritualen im Alltag unterstützen und begleiten

Wir nähern uns in Theorie und im praktischen Tun, kreativ und ganzheitlich, den Themen: Was sind Rituale und wie können wir sie hilfreich und wirkungsvoll einsetzen?

Besonders in Übergangssituationen, wie Anfangs – und Abschiedssituationen, können wir Kinder mit Hilfe von stabilisierenden Ritualen unterstützen und begleiten. Rituale tragen sowohl dazu bei, kritische Situationen besser zu bewältigen als auch das Leben zu feiern! Der Workshop möchte dazu inspirieren, sich für neue Erfahrungen mit Ritualen zu öffnen und Mut zum Kreieren individuell gestalteter Rituale machen. Gerne ein Lieblingsritual mitbringen!

Christel Langlotz: Dipl. Kulturpädagogin, Buchautorin (z. B. Kinder lieben Rituale), Ausbilderin für KinderyogalehrerInnen, Gestalttherapeutin und Künstlerin.

Workshop 11

Ganz in meiner Kraft. Gruppen leiten in Umbruchsituationen mit „Positive Leadership“

Der Führungsalltag im pädagogischen Kontext ist gerade bei Übergangssituationen, Umbrüchen oder Neuanfängen durch einen großen Anteil an Beziehungsarbeit geprägt. Umso bedeutungsvoller sind ein klares Rollenverständnis und Werkzeuge, die Struktur und Klarheit schaffen. Um beides soll es bei diesem Workshop gehen, in dem vor allem mit den Erkenntnissen aus der Positiven Psychologie gearbeitet wird.

Folgende Themen werden wir mit Übungen vertiefen:

  • Meine Rolle als Gruppenleiterin und die unterschiedlichen Ansprüche
  • Wie kann ich meinen Führungsstil erweitern?
  • Welche meiner Stärken kommen wie zum Einsatz?
  • Wie kann ich die Gruppe zum Aufblühen bringen?
  • Welche Übungen aus der positiven Psychologie sind besonders geeignet?

Dieser Workshop wird verlängert angeboten (Workshop-Teil 1 und 2 am Vormittag, verlängerte Dauer nachmittags)

Mag.a Elisabeth Walcher: Studium Erziehungswissenschaften, Coach und Ausbildnerin, Arbeitsschwerpunkt: Positive Psychologie und Leadership in Salzburg